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Gegenwartslyrik Türkisch / Gonca Özmen

 

 

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Biographie Gonca Özmen
Portrait Gonca Özmen

Geburtsdatum: 07.09.1982

Geburtsort: Burdur, Türkei

Wohnort: Istanbul, Türkei

Gonca Özmen (*1982, Burdur, Südtürkei) studierte Anglistik an der Üniversität Istanbuls wo sie auch momentan promoviert.

Ihr erstes Gedicht wurde 1997 veröffentlicht, als sie erst 15 Jahre alt war und zwei Jahre später bekam sie den Ali Riza Ertan Poesiepreis. Im Jahre 2000 erschien ihr erster Gedichtband, Kuytumda, das mit dem Orhan Murat Ariburnu Preis für Poesie ausgezeichnet wurde. 2003 bekam sie auch den Berna Moran Poesiepreis der Üniversität Istanbuls. Ihr zweiter Gedichtband Belki Sessiz erschien 2008.

Gonca Özmen lebt in Istanbul

 

 

 

 

STILL VIELLEICHT
 Wald macht sich zur nacht zurecht Legt langsam sein grün ab, langsam Traum eines vogels, einer wolke untergemischt Wind redet wieder über die felsen Wind spricht von allem, was er bereist und gesehn hat Vielleicht fallen dieses mal wörter, sag ich Strömt das verlangen der haut mit dem regen Vielleicht irren gebetsrufe, tode im zeitpunkt Wie dem auch sei, es blüht der abgetrennte arm eines kinds Hey welt, kleiner und kleiner bist du in uns geworden Pausenlos häuft sich der wortschlamm am boden des sees Verliert alles den laut, pausenlos 

 

 

 

 

 

DIE WOLKEN NIMM WEG
 Innenhof werde, so nach und nach So ist es schon besser In deinem mund sorg für frische Die sprache der fenster erlerne Schau, das dach des verstehens ist in keinem haus dicht Entziffere mich Den klang aller laute dreh um Überhaupt, wer hat uns die laute so beigebracht Wer hat das himmelsgewölbe gezeichnet Gehst du, zerlaufen entfernte städte auf meinem gesicht Sprichst du, zerläuft in allen wassern mein stillsein Die nacht über dir, nimm sie weg So ist es schon besser Heb einen traum auf für deine haut In der leere im wort, dort breite dich aus 

 

 

 

 

MAULBEERENHAIN
 Komm richtung maulbeerenhain Weg von den häusern Schweigen lehren werde ich dich Auch die sorge der äste Wo du dich verminderst, dort werd ich dich küssen Wo die natur sich vermindert Geh über das flachland Komm richtung maulbeerenhain Zwischen die gräser Den sturm hören lassen werde ich dich Den schrei von teschup Hinter dem wasserlauf werde ich Doch wieder warten auf dich Geh über den acker Weiter, komm weiter Zum maulbeerenduft Die ameisen zeigen werde ich dir 

 

 

 

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